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Vivarium

Wechselwarme Alleskönner an Bord der Arche

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Vivarium Gebaeude

Ganz schön gifitg

Im tropischen Teil des Vivariums leben unterschiedliche Arten von Pfeilgiftfröschen. Ihre Buntheit ist eine Warnung an alle Feinde - Vorsicht giftig! Die Indiander Südamerikas nutzen das Hautdrüsensekret zum Vergiften ihrer Pfeilspitzen. Es ist so wirksam, dass getroffene Tiere sofort gelähmt von den Bämen fallen - wie vom Blitz getroffen. Damit ist "Curare" eines der wirksamsten Gifte überhaupt. Es hilft den Tieren aber auch ihre empfindliche Haut vor Pilzen und Bakterien zu schützen. Da Kronenbewohner, durchleben die Larven ihre Kaulquappenphase in den wassergefüllten Kelchen baumbewohnender Pflanzen oder werden bei manchen Arten auf dem Rücken oder im Maul groß gezogen.

Urzeitliche Riesen

Zeitgenossen der Dinosaurier sind die Riesensalamander. Mit bis zu 1,50m Länge machen sie ihrem Namen alle Ehre. Sie sind Lauerjäger in kleinen Gebirgsbächen und werden über 80 Jahre alt. Ihre Gefräßigkeit ist sprichwörtlich und macht auch vor Artgenossen nicht halt. Dieses seltene Archetier lebt im Kaltwasserteil unseres Vivariums.

Forever Young

Die Reaktion der Besucher auf die mexikanischen Axolot ist oft zwiespältig. Durch ihre häufig roten Augen, weiße Färbung und rosa Außenkiemen wirken sie selbst innerhalb der Amphibien als Exoten. Der hohe Anteil an Albinos (Tiere, denen die dunklen Farbpigmente fehlen) und das lebenslang dauernde Larvenstadium sind Anpassungen an ein Leben in den Höhlenseen Mexikos. Dort, in ewiger Dunkelheit, spielt die Farbe keine Rolle und das Verlassen des Wassers ist oft nicht möglich. So findet, ein Sonderfall der Natur, auch die Fortpflanzung im Larvenstadium statt. Unter bestimmten Bedingungen lässt sich die Metamorphose jedoch anregen.

Im Tierpark werden über 70 Arten Frösche, Lurche und Salamander gehalten - vom winzigen Baumsteiger bis zum Riesensalamander. Es macht Spaß, die Tiere in ihrem Minibiotop zu entdecken und ihre unterschiedlichen Lebensweisen zu erfahren. Beobachten Sie Jungtiere und Larven der verschiedenen Arten in unserem Brutbecken. Vom Laich bis zum Minifrosch kann dort die gesamte Metamorphose verfolgt werden.

Eckdaten

  • Amphibien waren die ersten Wirbeltiere, die das Land vor über 350 Millionen Jahren als Lebensraum eroberten
  • Obwohl Wasser lebenswichtiges Element ist (vor allem in der Fortpflanzung) gibt es heute Amphibien sogar hoch angepasst in Trockengebieten
  • Wie Insekten durchlaufen sie ein echtes Larvenstadium - am bekanntesten sind die geschwänzten Kaulquappen der Froschlurche. Diese Entwicklung heißt Metamorphose.
  • Amphibien atmen auf dreierlei Art - als Larve über Außenkiemen wie Fische, als erwachsenes Tier über einfache Lungen und außerdem nehmen sie Sauerstoff über die feuchte Haut auf
  • Sie sind im Gegensatz zu Reptilien immer feucht und schlüpfrig
  • Viele haben Giftdrüsen, z.B. auch unsere einheimischen Erdkröten. Die meisten sind für Menschen ungefährlich und dienen der Abschreckung von Fressfeinden
  • Alle Amphibien sind wechselwarm, d.h. Körpertemperatur und Aktivität hängen stark von der Außentemperatur ab - deshalb halten sie in unseren Breiten Winterruhe

 


Ausserdem gibt es hier einen Link zur Bildergalerie

Aga Kroete
Axolotl