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Tieflandanoa

Bubalus depressicornis


Klein, aber nicht ohne

Anoas werden von Zoobesuchern oft zunächst für Ziegen oder Antilopen gehalten, Bei näherer Betrachtung lässt sich die Zugehörigkeit zu den Rindern jedoch nicht verleugnen. So zierlich, ja niedlich diese "Minikühe auch aussehen, sie können gefährliche Gegner sein. Besonders Mütter mit Jungtieren oder einzelne Bullen sind aggresiv - bei Unterschreiten der Fluchtdistanz erfolgt meist keine Flucht sondern ein Angriff. Dabei sind die kurzen spitzen Hörner gefährliche Waffen - sogar für Raubtiere und Menschen. Auch untereinander sind diese Dschungelbewohner unverträglich - in Zoos werden sie daher meist in einzelnen Gehegen gehalten, um Verletzungen untereinander zu vermeiden.

Selten und einzigartig

Anoas gibt es in zwei Formen (den Berg- und den Tieflandanoa) ausschließlich auf den Inseln Celebes und Sulawesi. Auch vom Festland sind keine, nicht einmal fossilienähnliche Formen bekannt. Mit seiner Ähnlichkeit mit den Antilopen nehmen Anoas eine Sonderstellung innerhalb der Rinder ein. Da sie extrem bedroht sin, bemühen sich zoologische Gärten mit gezielten Zuchtprogrammen um den Artenerhalt.

Eckdaten

  • Anoas sind die kleinsten lebenden Wildrinder- nicht größer als kräftige Ziegen
  • Sie erinnerin im Körperbau ein wenig an Antilopen, sind diesen auch näher verwandt, als andere Rinder
  • Sie leben einzeln oder paarweise in feuchten, dichten Waldungen auf Sulawesi und Velebes im Indischen Ozean
  • Trotz ihrer geringen Größe sind sie wehrhaft, leicht reizbar und die spitzen Hörner geben gefährliche Waffen
  • Sie meiden die Nähe des Menschen und werden daher in immer unzugänglichere Waldgebiete verdrängt
  • Anoas werden äßerst selten in zoologischen Gärten gehalten - aufgrund ihrer Unverträglichkeit sind einzelne Stallungen und Gehege Bedingung
  • In ihrer Heimat sind Anoas vom Aussterben bedroht - die Chemnitzer Tiere sind Tioeflandanoas