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Tierlexikon

Wisent

Bison bonasus


Rettung durch die "Arche Noah" Zoo

Wisente lebten einst in ganz Europa und Asien vom Atlantik bis zum Pazifik. Überall wo das gemäßigte Klima sumpfige Waldgebiete und Auwälder erlaubten, lebten diese langhaarigen Wildrinder und ernährten sich von Pappel- und Eichenblättern. Ihre Verteidigungstaktik - sich in Gruppen zum Kampf zu stellen - half nur gegen Bären und Wölfe, richtete aber nichts gegen Menschen mit Gewehren aus. Und so starb 1921 der letzte freilebende Wisent. Mit der 1923 gegründeten "Internationalen Gesellschaft zur Erhaltung der Wisente" wurden erstmalig alle 56 in Menschenhand lebenden Wisente in einem Zuchtbuch erfasst. Dank erfolgrreicher Zoozuchten konnten 1931 die ersten beiden Wisente aus dem Zoo von Poznan in das Reservat Bialowieza in Polen entlassen werden. Heute existieren wieder 3000 Tiere - davon 1200 in Zoos und 1800 in Schutzgebieten. Unsere Wisente leben im Wildgatter Oberrabenstein unter natürlichen Bedingungen.

Wenn Sie an einem Wintermorgen mit Neuschnee das Wildgatter besuchen, kann es sein, daß Sie zunächst keine Wisente entdecken. Diese lassen sich nämlich einschneien und nur die dampfenden Nasenlöcher sind dann zu sehen.

Eckdaten

  • Bison und Wisent sind nahe Verwandte - sie lassen sich sogar kreuzen
  • Im Gegensatz zu den Steppenbisons Amerikas waren die europäischen Wisente Waldbewohner
  • Mit bis zu einer Tonne Gewischt ist ein Wisentbulle ein ungeheures Kraftpaket
  • Wisente haben einen engen Herdenzusammenhalt - da haben es die Wölfe und auch Bären schwer an Beute zu kommen
  • Sie sind in freier Wildbahn ausgerottet - nur durch Zoozuchten konnte diese Art bewahrt werden
  • Heute ist der Bestand auch in Reservaten Polens und Russlands gesichert